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25. Mai 2012

CSU-Rebellin Gabriele Pauli gewinnt vor Gericht gegen die "Bild"

Gabriele Pauli versteigerte die Latexhandschuhe später für einen guten Zweck

Gabriele Pauli versteigerte die Latexhandschuhe später für einen guten Zweck


Die ehemalige CSU-Rebellin Gabriele Pauli hat sich vor Gericht gegen die "Bild"-Zeitung durchgesetzt. "Bild"-Kolumnist Franz Josef Wagner hatte erotische Fotos der bayerischen Landtagsabgeordenten in der "Park Avenue" als pornographisch bezeichnet und Pauli als "durchgeknallte Frau" tituliert.


Auf den Bildern, die 2007 in der inzwischen eingestellten Zeitschrift "Park Avenue" erschienen, setzte sich Pauli mit Latexhandschuhen bekleidet in Szene. In den Monaten zuvor hatte die Landtagsabgeordente mit Attacken gegen den damaligen CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber für Aufsehen gesorgt.

In seinem Kommentar, der nach wie vor auf Bild.de zu finden ist, warf "Bild"-Kolumnist Wagner der Politikerin unter anderem "klassische Pornographie" vor. Weiter hieß es in der Kolumne unter der Überschrift "Liebe Latex-Landrätin": "Ich sage es Ihnen: Sie sind die frustrierteste Frau, die ich kenne. (...) Sie sind eine durchgeknallte Frau, aber schieben Sie Ihren Zustand nicht auf uns Männer."

Pauli klagte gegen die "Bild" auf Unterlassung und Schadensersatz - und bekam nun vor dem Landgericht Traunstein Recht. Die Fotos, auf denen Pauli mit Latexhandschuhen und bekleidet zu sehen ist, seien keine Pornographie. Die Formulierung "durchgeknallte Frau" überschreite zudem die Grenze zur Schmähkritik. Einen Anspruch auf Schadensersatz sahen die Richter indes nicht. dh


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