Leute
4. Februar 2010
Porträt: Der neue Trip des Thomas Garms
Der Ex-Chefredakteur von „Welt am Sonntag“ wird Unternehmer und startet die Zeitschrift „Trip“.Der Mann heißt Thomas Garms und das Magazin, das am 15. April erstmals und ab September dann regelmäßig einmal im Monat erscheinen soll, trägt den Titel "Trip". "Trip" gibt es schon, und zwar seit 1986 in Brasilien, wo es sich einen festen Platz als meinungsbildendes Magazin der jungen Generation erkämpft hat. Garms, ehemaliger Chefredakteur von "Welt am Sonntag" und "Hörzu" und zuletzt bis Juli 2009 als Vice President Business Development International rund um den Globus unterwegs für Axel Springer, bringt den Titel nun als Lizenzausgabe nach Deutschland.
Trip startet im April mit einer Auflage von 100.000
Am 15. April ist es so weit: Dann erscheint in Deutschland zum ersten Mal das Lifestyle-Männermagazin „Trip“ in einer Auflage von 100/000. Der Titel kommt aus Brasilien, hinter der ersten Lizenzausgabe steckt Thomas Garms, der sich damit als selbstständiger Unternehmer versucht. Eine eigene Redaktion hat das deutsche „Trip“ noch nicht, für die erste Ausgabe steuern Autoren wie Andreas Altmann und Peter Zingler Artikel bei. Der Umfang des Heftes, das ab September monatlich erscheint und 4,80 Euro kostet, soll rund 140 Seiten betragen. Für den Vertrieb ist die Gruner+Jahr-Tochter DPV zuständig. Garms startet ohne einen großen Vermarkter im Rücken, um den Anzeigenverkauf kümmern sich Rainer Gierke als Head of Sales sowie vier Verkäufer im Außendienst. Ob das alles so bleibt oder Garms nicht doch mit einem Vermarkter oder einem Großverlag als Gesellschafter ins Geschäft kommt, wird wohl auch von der Resonanz auf die erste Ausgabe von „Trip“ abhängen.
Seinen neuen Trip geht Garms mit Augenmaß an. Es gibt noch keine eigene Redaktion und auch kein Marketingbudget. Viel wird davon abhängen, ob es gelingt, "Trip" so in den Bahnhofskiosken zu platzieren, dass der neue Titel auch auffällt. Garms hat genaue Vorstellungen: "Wir wollen am Kiosk eher neben ‚Neon', ‚Cicero' oder ‚11 Freunde' liegen und weniger neben ‚FHM'." Jürgen Scharrer
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