Leute
5. Dezember 2012
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Minister Volker Hoff
Nun also doch: Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden nimmt strafrechtliche Ermittlungen gegen den früheren hessischen CDU-Landesminister und Ex-Cheflobbyisten von Opel Volker Hoff auf. Das bestätigt ein Sprecher der Behörde. Anlass sei eine Anzeige der Mediaagenturgruppe Aegis Media von Mitte November. Gegenstand des Ermittlungsverfahrens ist der Vorwurf der leichtfertigen Geldwäsche.
In die Angelegenheit war Bewegung gekommen, nachdem Hoff und sein früherer Geschäftspartner Reinhard Zoffel in einem Zivilverfahren zur Zahlung von 2,5 Millionen Euro an Aegis Media verurteilt worden waren. Über ihre Agentur ZHP war ein Teil der von Ex-Aegis-Chef Aleksander Ruzicka bei seinem damaligen Arbeitgeber veruntreuten Gelder abgeflossen. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft nur gegen Zoffel, nicht aber gegen Hoff ermittelt. Das ändert sich jetzt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft weist allerdings darauf hin, dass seine Behörde kontinuierlich überprüft habe, ob es neue Tatsachen und Erkenntnisse gebe, die ein Ermittlungsverfahren gegen Hoff rechtfertigen.
Unterdessen ist vor dem Landgericht Wiesbaden der Strafprozess gegen den früheren Carat-Manager Heinrich Kernebeck eröffnet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an der Veruntreuung der Aegis-Gelder beteiligt gewesen zu sein. Kernebeck hatte im Zuge der Ermittlungen gegen Ruzicka und andere Manager von Aegis Media Ende 2006 mehrere Wochen in Untersuchungshaft gesessen. Die zuständige Strafkammer hatte es zunächst abgelehnt, ein Hauptverfahren gegen Kernebeck zu eröffnen. Nach einer Beschwerde der Staatswanwaltschaft hatte das Oberlandesgericht Frankfurt 2009 entschieden, das Verfahren zuzulassen.
Der heute 66-jährige Kernebeck gilt als einer der Gründerväter des deutschen Mediageschäfts. Anfang der 70er Jahre machte er sich zusammen mit Kai Hiemstra selbstständig. Die beiden gründeten in Wiesbaden die Agentur HMS, die später vom Netzwerk Carat und deren Muttergesellschaft Aegis Media übernommen wurde. Kernebeck war über viele Jahre das Bindeglied der Agentur in politische Kreise. So betreute er seit 1976 bis zu seinem Ausscheiden die Bundestagswahlkämpfe der CDU, der er seit vielen Jahren als Mitglied angehört. mam
In die Angelegenheit war Bewegung gekommen, nachdem Hoff und sein früherer Geschäftspartner Reinhard Zoffel in einem Zivilverfahren zur Zahlung von 2,5 Millionen Euro an Aegis Media verurteilt worden waren. Über ihre Agentur ZHP war ein Teil der von Ex-Aegis-Chef Aleksander Ruzicka bei seinem damaligen Arbeitgeber veruntreuten Gelder abgeflossen. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft nur gegen Zoffel, nicht aber gegen Hoff ermittelt. Das ändert sich jetzt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft weist allerdings darauf hin, dass seine Behörde kontinuierlich überprüft habe, ob es neue Tatsachen und Erkenntnisse gebe, die ein Ermittlungsverfahren gegen Hoff rechtfertigen.
Unterdessen ist vor dem Landgericht Wiesbaden der Strafprozess gegen den früheren Carat-Manager Heinrich Kernebeck eröffnet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an der Veruntreuung der Aegis-Gelder beteiligt gewesen zu sein. Kernebeck hatte im Zuge der Ermittlungen gegen Ruzicka und andere Manager von Aegis Media Ende 2006 mehrere Wochen in Untersuchungshaft gesessen. Die zuständige Strafkammer hatte es zunächst abgelehnt, ein Hauptverfahren gegen Kernebeck zu eröffnen. Nach einer Beschwerde der Staatswanwaltschaft hatte das Oberlandesgericht Frankfurt 2009 entschieden, das Verfahren zuzulassen.
Der heute 66-jährige Kernebeck gilt als einer der Gründerväter des deutschen Mediageschäfts. Anfang der 70er Jahre machte er sich zusammen mit Kai Hiemstra selbstständig. Die beiden gründeten in Wiesbaden die Agentur HMS, die später vom Netzwerk Carat und deren Muttergesellschaft Aegis Media übernommen wurde. Kernebeck war über viele Jahre das Bindeglied der Agentur in politische Kreise. So betreute er seit 1976 bis zu seinem Ausscheiden die Bundestagswahlkämpfe der CDU, der er seit vielen Jahren als Mitglied angehört. mam
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