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Tipps

19. November 2009

Expertentipp von Alexander Rehm und Bernd Friedrich: Dran bleiben und Spaß dabei!

Bernd Friedrich, Alexander Rehm Die aktuellen konjunkturellen Umstände zwingen viele Werbekreative sich damit zu beschäftigen, wo sie gerade stehen, was sie da eigentlich gerade machen und vor allem wo sie mittel- und langfristig landen wollen. Ist der Druck zu groß, flüchten sich viele Kreative gerne ins Träumen: Art Direktoren wollen lieber freie Künstler werden, Texter beschließen jetzt doch endlich ihren Jahrhundertroman zu schreiben. Dabei ist man doch nicht aus Zufall „in der Werbung“.

Alexander Rehm und Bernd Friedrich, Autoren des Bewerbungsratgebers "Der kleine Türöffner" und beide seit einigen Jahren als Konzeptioner und Werbetexter in der Branche unterwegs, lenken den Blick aufs Grundsätzliche: Welche Eigenschaften muss ich mitbringen, um länger zu bestehen und dabei auch noch Spaß zu haben?

Liebe.
Lieben Sie das, was Sie tun. Ihre Jobs, Ihren Alltag, die viel zu langen Arbeitstage und deren Ergebnisse. Und suchen Sie sich Mitstreiter, die diese Liebe teilen.

Neugier.
ist die wichtigste Triebfeder für Kreative. Nur wer ständig Neues entdecken will,
wird sich sinnvoll weiterentwickeln und dadurch gute Arbeit machen.

Ehrlichkeit

Um Ihre großen Ziele zu erreichen, müssen Sie im Grundsätzlichen ganz einfach ehrlich sein. Fangen Sie bei der Bewerbungsmappe schon damit an. Ehrlich währt am längsten. Ehrlich.

Verlässlichkeit
Es reicht nicht, der große Crazy-Ideen-Gonzo zu sein. Man muss sich auch auf Sie verlassen können. Die tollste Idee bringt nichts, wenn Briefings nicht genau gelesen werden und Timings nicht eingehalten werden.

Die Experten

Alexander Rehm und Bernd Friedrich arbeiten als Konzeptioner und Werbetexter. Friedrich unterrichtet außerdem an der FH Hildesheim und der Berliner Technischen Kunstschule Berlin. Nach ihrem großen Wälzer "Neu! Sachdienliche Hinweise zur Werbung" haben sie mit "Der kleine Türöffner" (GRACO Verlag, Gestaltung: Robert Schumann/Buchgut) einen kompakten Bewerbungsratgeber vorgelegt, der in die Jackentasche passt. So kann man direkt vor dem Bewerbungsgespräch nochmal drin blättern.

Höflichkeit
Natürliche Höflichkeit ist nicht jedem gegeben. Aber bemühen kann sich jeder. Mit höflichen Menschen arbeitet man gerne zusammen. Ein höflicher Umgang unter Kollegen sichert eine angenehmere Arbeitsatmosphäre, auch wenn es mal wieder chaotisch zu werden droht. Höflichkeit unter Feinden gehört ebenso zum guten Ton.

Selbstbewusstsein
Dieser Begriff bedeutet: Sich seiner selbst bewusst sein. Wer weiß, wo er steht und einzuschätzen weiß, was er kann und was nicht, hat große Chancen sich nicht als Großkotz zu blamieren.

Geduld
Siegertreppchen werden nicht von Halbherzigen erklommen. Wer da oben steht, hat lange und geduldig dafür gekämpft. Trophäen entgegenzunehmen macht nur Spaß, wenn man dafür auch wirklich hart und ausdauernd gekämpft hat.

Neid.
Neid ist gut. Neid spornt an. Er ist die beste Motivation für den Wechsel zur Agentur auf deren Arbeit Sie neidisch sind.

Mut.
Den brauchen Sie, um sich zu trauen anderen Ihre verrücktesten Ideen zu präsentieren.
Sie brauchen ihn bei der ehrlichen Beurteilung, ob Sie sich überhaupt für den richtigen Beruf entschieden haben. Und Sie brauchen ihn auch, um sich bei Ihrer Traumagentur zu bewerben.

Eitelkeit.
Die eigenen Arbeiten so gut wie möglich aussehen zu lassen ist das A und O des Erfolgs. Entwickeln Sie also nicht nur tolle Ideen, sondern lassen Sie diese auch gut aussehen.
Denn nur dann sieht auch die Marke gut aus, für die Sie werben.

Ehrgeiz.
Sie müssen ganz einfach absoluten Einsatz für Ihre Arbeit zeigen, und zwar aus eigenem Antrieb. Es geht immer ein bisschen besser. Wer hindert Sie daran sich hohe Ziele zu setzen? Nur Sie selbst.

Durchsetzungsvermögen
ist die Summe aller anderen hier genannten Eigenschaften, gepaart mit der Qualität Ihrer Arbeit. Also, ran an die Arbeit.

Im hektischen Alltag, in dem meist der Atem fehlt sich mal zurückzulehnen und über Langfristiges nachzudenken, vergisst man gerne mal die eine oder andere gute Eigenschaft. Dabei sind sie doch das Fundament, auf dem alles steht.  Alexander Rehm, Bernd Friedrich


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