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19. Januar 2012

Deutsche Chefs ignorieren Nutzen von gemischten Führungsteams weiter

Die Themen demografischer Wandel und Globalisierung stehen auf der Agenda von Unternehmenslenkern und ihren HR-Verantwortlichen. Dies trifft aber nicht auf das Geschlechterverhältnis zu, so das Ergebnis des HR-Reports 2011, der vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays erstellt wurde.

Dabei zeigen Studien wie aktuell „Mixed Leadership“ von Ernst & Young, dass es sich für Unternehmen lohnt, sich über Frauen in Fach- und Führungspositionen Gedanken zu machen: Es zahlt sich nämlich in barer Münze aus. Mixed Leadership zeigt, dass Unternehmen mit gemischten Führungsteams wirtschaftlich bessere Leistungen zeigen als diejenigen, die – wie vor allem in Deutschland – nur sehr wenige weibliche Top-Manager beschäftigen.

Laut dem HR-Report 2011 meint nur ein Drittel der befragten 439 Führungskräfte, dass der zunehmende Anteil von Frauen in Fach- und Führungspositionen die Unternehmens- und Personalpolitik ihres Unternehmens beeinflusse. Dies gilt insbesondere für mittelständische Betriebe. Bei Großunternehmen zeigt sich dagegen schon der steigende Druck der Politik auf die Umsetzung der Geschlechteregalität.

Den demografischen Wandel verbinden die befragten Unternehmen vor allem mit einem steigenden Fachkräfteengpass, gefolgt von der Alterung der Belegschaft und dem sinkenden Anteil von Nachwuchskräften. Dagegen spielt die zunehmende Wertevielfalt aufgrund der Unterschiede in den Denk- und Handlungsmustern unterschiedlicher Generationen noch keine wesentliche Rolle. ems


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