Trends
27. November 2009
Employer Branding rückt in das Bewusstsein der Mittelständler
Trotz Krise haben fast zwei Drittel der Mittelständler Probleme, offene Stellen mit geeignetem Personal zu besetzen. Ein Drittel sieht dies im anhaltenden Fachkräftemangel begründet. Für ein Viertel ist die fehlende Bekanntheit ihrer Firma der Grund für die Probleme beim Recruiting. Das ist das Ergebnis eine Umfrage unter den Geschäftsführer, Personalverantwortlichen oder Inhabern von 120 mittelständischen Unternehmen, die die PR-Agentur WBPR in München gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Compamedia in Überlingen von August bis November 2009 durchgeführt hat.Die zum Teil schwierige Suche nach Mitarbeitern schlägt sich demnach auch in den Kommunikationsmaßnahmen der befragten Unternehmen nieder. Dem Image als Arbeitgeber wird ein deutlich höherer Stellenwert beigemessen als im Vorjahr. Standen bei den mittelständischen Unternehmen 2008 noch Imagemaßnahmen des gesamten Unternehmens sowie ein positives Bild in den Medien an ersten Stelle, liegen 2009 gezielte Maßnahmen für ein attraktives Arbeitgeberimage auf Platz 1. 90 Prozent der Befragten sehen Employer Branding als Zukunftsthema. Mehr als zwei Drittel planen 2010 konkrete Maßnahmen.
Trotz dieser Erkenntnis kümmern sich die Unternehmen noch nicht ausreichend um ihre Employer-Branding-Strategie. Immer mehr Firmenlenker erkennen zwar die Notwendigkeit eines strategischen Vorgehens, setzt aber noch kaum Maßnahmen um: Ein Großteil hat keinen Slogan, der die individuellen Stärken des Arbeitgebers hervorhebt (73 Prozent) und fast zwei Drittel formulieren keine Kernaussagen, die ausdrücken, was das Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht (63 Prozent).
Fortschritte haben die Arbeitgeber im Bereich online gemacht. 93 Prozent halten die Karrierewebsite ihres Unternehmens für besonders wichtig, vor einem Jahr waren es nur 77 Prozent. Auch ein klares Profil in Online-Jobbörsen halten mit 86 Prozent deutlich mehr der Befragen für relevant als 2008 (74 Prozent) ems
Die kompletten Studienergebnisse gibt es hier.
Weitere Nachrichten aus Trends
- Personaler kritisieren Selbstüberschätzung vieler High Potentials
- Mitarbeiter gegen den Boykott
- Social-Media-Personalmarketing steckt noch in den Kinderschuhen
- Absolventen wollen als Trainees ins Berufsleben einsteigen
- Top Job zeichnet die besten Arbeitgeber im Mittelstand aus: Emanate PR gehört dazu
- Beschäftigte wollen von ihren Arbeitgebern umfassend informiert werden
- Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb verdienen durchschnittlich 52.300 Euro brutto im Jahr
- Deutsche Chefs ignorieren Nutzen von gemischten Führungsteams weiter
- Führungskräfte nutzen Social Media selten zur Kommunikation mit ihren Mitarbeitern
- Mitarbeiter für Vertrieb, Marketing und Werbung werden seltener in Printstellenmärkten gesucht
Verwandte Themen
- 12. November 2009: Mitarbeiter sollten maßgeblich am Employer Branding beteiligt sein
- 22. Oktober 2009: Medienunternehmen und Agenturen gehören nicht zu den Wunscharbeitgebern deutscher Schüler
- 14. August 2009: Compamedia sucht die 100 innovativsten Unternehmen
- 15. April 2009: Faire Arbeitgeber haben Vorteil beim Kunden / Compamedia vergibt Prädikat "Top Job"
- 13. März 2009: Mittelständler können sich um Auszeichnung als Top-Arbeitgeber 2010 bewerben
Career News
Karrieremagazin
Highlights aus Horizont.Net
HORIZONT Print

HORIZONT 05/2012 vom 02.02.2012
FAZ klagt gegen IVW: Verlagschef Tobias Trevisan fordert gesonderte Ausweisung der Auflage von "Welt am Sonntag kompakt"
Zum Inhalt
Infos zum HORIZONT-Abo





