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Trends

8. Februar 2010

Bain-Studie: Gleichstellungsprogramme in Unternehmen versagen

Männer und Frauen sind weiterhin unterschiedlicher Meinung über die Realität und den wert der Gleichstellung in Unternehmen. Zwar ist die Mehrheit der Arbeitnehmer beider Geschlechts von den Vorteilen der Gleichstellung überzeugt. Doch während 84 Prozent der Frauen meinen, die Gleichstellung solle ein strategisches Ziel des Unternehmens sein, wollen das nur 48 Prozent der Männer. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Strategieberatung Bain & Company, München, bei der mehr als 1800 Angestellte, davon 60 Prozent in Führungsposition befragt wurden.

Die Studie

Die weltweite Umfrage „Gender Parity in the Workplace“ wurde zwischen dem 6. und 13. Januar 2010 durchgeführt und von 1.834 Fach- und Führungskräften beantwortet. Ziel der Befragung ist es, die Perspektiven der Gleichstellung am Arbeitsplatz besser zu verstehen. Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnete sich selbst als „Senior Manager“ oder „Executive“, etwa 75 Prozent waren weiblich.
Anlass für die unterschiedliche Wahrnehmung ist nach Ansicht der Autoren der Gleichstellungsstudie die Tatsache, dass noch immer deutlich weniger Führungspositionen mit Frauen besetzt und dass weder Prozesse noch Zielkennzahlen dazu definiert werden sowie im mangelhaften Monitoring der erreichten Gleichstellung: 75 Prozent der Arbeitgeber haben die Gleichstellung nicht zum ausdrücklichen und sichtbaren Unternehmensziel erklärt und 80 Prozent stellen zu wenig Mittel zu Verfügung, um die Gleichstellung voranzutreiben. „Die Durchsetzung von Gleichstellung ist möglich, wenn das Management einen systematischen und maßgeschneiderten Ansatz verfolgt, um herauszufinden, was Frauen von ihrem jeweiligen Karrierepfad im Unternehmen abbringt“, sagt Orit Gadiesh, Global Chairman bei Bain und Mitautorin der Studie. ems


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HORIZONT 05/2012 vom 02.02.2012
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