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26. November 2009

Good School zieht positive Zwischenbilanz und startet 2010 neue Fortbildungsangebote

Simone Ashoff Simone Ashoff hat eine Marktlücke erschlossen: Seit dem Herbst bietet die ehemalige Interone- und JvM/Next-Geschäftsführerin unter dem Label „Good School“ Fortbildungskurse verschiedenen Zuschnitts an, die sich mit allen relevanten Themen rund um digitale Kommunikation und deren Verknüpfung mit innovativem Marketing beschäftigen. Und anders als es manche wenig wohlmeinende Kollegen erwartet haben („es gibt schon genügend Fortbildungsangebote in dem Bereich“), läuft der Laden.

Die Good School ist im Spätsommer mit einem neuntägigen Camp für Führungskräfte gestartet und war mit 16 Teilnehmern ausgebucht. Und auch die zweite Runde im April 2010 ist bereits zu 50 Prozent gebucht.

Ashoff beschreibt den Kurs als „Druckbetankung mit Wissen, Inspiration und Hands-on-Erfahrungen zu digitaler Kommunikation“. Dahinter verbirgt sich ein Programm, das Inhalte wie Channel-Planning, Social-Media-Strategie und digitale Markenführung umfasst. Diese werden täglich von 9 bis 21 Uhr unterrichtet.

Als Dozenten hat die Gründerin unter Martin Oetting, Gesellschafter und Forschungsleiter bei dem Word-of-Mouth-Marketingnetzwerk Trnd.com, Friedrich von Zitzewitz, Kreativchef bei Plan.Net Hamburg, und den Search-Experten Thomas Promny gewonnen. An verschiedenen Abenden wurde die Riege durch Überraschungsgäste ergänzt – live oder via Skype zugeschaltet. „Das Programm war thematisch sehr gut zusammengestellt, die Referenten haben die einzelnen Themen ebenso gut aufbereitet und auch die Gruppe hatte genau die richtige Größe“, lautet das Fazit von Kursteilnehmer Bent Rosinski, Mitinhaber der Agentur Lukas Lindemann Rosinski (LLR).

Die Begeisterung, die laut Rosinski auch die anderen Kursteilnehmer teilen, bringt Ashoff gleich Neugeschäft. Rosins8kis Partner Arno Lindemann und Bernhard Lukas werden nacheinander an den nächsten Führungskräfte-Camps teilnehmen. „Werber, die sich nicht umfassend mit den in der Good School unterrichteten Themen beschäftigen, werden künftig nur noch die Hälfte ihrer Kundenanfragen beantworten können“, glaubt Rosinski. Diese Erkenntnis könne sich in Agenturen nur durchsetzen, wenn die führenden Köpfe davon überzeugt seien und sich das nötige Wissen aneigneten.

Die Schule

Adresse: Good School, Schanzenstraße 12a, 20357 Hamburg, office@good-school.de
Geschäftsführung: Simone Ashoff Führungskräfte Camp: Maximal 16 Personen, 9 Tage, 5000 Euro, nächstes Camp im April 2010, dann 7 Tage
Feierabendschule: Dreimal im Jahr, maximal 16 Teilnehmer, 12 Wochen Unterricht jeweils donnerstagabends von 16 bis 21 Uhr
Inhouse Akademie: Individuelle Kurse
Wochenendprogramme: Neu ab 2010, vertiefende Seminare, kleine Teilnehmerzahl
Damit auch seine Angestellten auf dem neuesten Stand in Sachen digitale Kommunikation sind, besuchen zunächst ein Kreativer und ein Berater aus dem rund 30-köpfigen Team von LLR die im Spätherbst gestartete Feierabendschule der Good School. An ihr werden derzeit 13 Schüler aus Agenturen jeweils donnerstagabends zwölf Wochen lang unterrichtet. Die anderen LLRler sollen nach und nach folgen.

Mit dem dritten Standbein der Good School können Agenturen mehr Beschäftigte zeitgleich schulen lassen. Ashoff hat dazu eine Inhouse-Akademie konzipiert, die zwei- bis dreitägige Seminare bei den jeweiligen Auftraggebern durchführt. Für die bislang rund 100 Teilnehmer hat Ashoff die Themen individuell zugeschnitten.

Ashoff sucht für die Führungskräfte-Camps und die Feierabendschule, die dreimal im Jahr angeboten wird, jeweils neue Räume. Die erste „Druckbetankung“ von Agenturchefs fand im Hamburger Stilwerk statt. Die Feierabendschule unterrichtet derzeit in der Schanzenstraße. „Wir wollen den Geist der jeweiligen Location mitnehmen und flexibel bleiben“, sagt die Schulleiterin.

Neben neuen Locations möchte Ashoff für die kommenden Kurse auch neue Zielgruppen erschließen. Aktuell kommen die Teilnehmer ausschließlich aus Agenturen. Am ersten Camp haben neben Rosinski Agenturchefs teilgenommen, darunter Florian Grimm, Geschäftsführer von Grimm Gallun Holtappels. Ähnliches gilt für die Feierabendschule. Zwar lernen hier Vertreter unterschiedlicher Agenturdisziplinen wie Kreation, Beratung, Planning und Personalmanagement. Aber alle kommen von Kommunikationsdienstleistern oder arbeiten als Freelancer für sie. „Im kommenden Jahr versuchen wir, vermehrt Teilnehmer auch aus Marketingabteilungen und Medienunternehmen zu gewinnen“, sagt Ashoff.

Unter dem Dach der Good School soll es 2010 zudem neue Angebote wie etwa ein Wochenendprogramm geben. Der Arbeitstitel dafür lautet: „Medienwandel zum Anfassen“. Ob es dabei bleibt, ist offen. „Wir wollen Themen wie beispielsweise Contentproduktion und Rechte in vertiefenden Seminaren darstellen“, sagt Ashoff: „Auch dafür gibt es großen Bedarf.“ Eva-Maria Schmidt


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