Trends
22. Oktober 2009
Medienunternehmen und Agenturen gehören nicht zu den Wunscharbeitgebern deutscher Schüler
Der Fachkräftemangel dürfte noch lange ein Problem in der Kommunikationsbranche bleiben: Es wird zu wenig ausgebildet. Außerdem sind die Unternehmen beim Nachwuchs unbekannt.Die Zahl der Ausbildungsstellen sowie die Zahl der Bewerber sind in diesem Jahr in allen Bereichen deutlich zurückgegangen – insgesamt um 8 beziehungsweise 14 Prozent. Gerade in den Bereichen der Kommunikationsbranche, die über Fachkräftemangel klagen, bilden viele Betriebe zu wenig aus. So hat der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) im 1. Halbjahr 2009 nur 44 Stellenangebote für Auszubildende und Trainees für Werbeberufe gezählt (2008: 55). Und in der digitalen Wirtschaft bildet laut einer Umfrage der „Internet World Professional“ nicht einmal jedes zweite Unternehmen aus.
Auswirkung der Krise
Weniger Plätze – weniger Bewerber: In Industrie und Handel, im Handwerk und bei den freien Berufen wurden nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bis Ende September 497./500 neue Ausbildungsverträge und damit %8 Prozent weniger als im Vorjahr abgeschlossen. Allerdings sank auch die Zahl der Bewerber um 14 Prozent. Bei den Werbeberufen wurden laut ZAW im 1. Halbjahr 2009 mit 44 Ausbildungsstellen rund 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum angeboten.
Ausbildung trotz Insolvent: Auch bei drohender Insolvenz sowie nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können Auszubildende nicht gekündigt werden. Wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, tritt der Insolvenzverwalter an die Stelle des Betriebes. Allein die vollständige Betriebsstilllegung stellt einen Kündigungsgrund dar.
Ausbildung trotz Insolvent: Auch bei drohender Insolvenz sowie nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können Auszubildende nicht gekündigt werden. Wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, tritt der Insolvenzverwalter an die Stelle des Betriebes. Allein die vollständige Betriebsstilllegung stellt einen Kündigungsgrund dar.
Viele Arbeitgeber beschäftigen sich deshalb verstärkt mit Auszubildenden-Marketing und suchen nach neuen Wegen, Schüler und Studenten anzusprechen. Die liegen im Bereich Social Media, abseits des etablierten Employer-Branding-Mediamix, „denn damit erreicht man Arbeitgeber und Eltern, aber nicht den Nachwuchs“, ist sich Carsten Franke, Vorstand bei der Agentur Milch & Zucker in Bad Nauheim, sicher.Infos für Betriebe und Bewerber
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