Trends
4. Februar 2010
Studie: Onlinebewerbungen setzen sich quantitativ und qualitativ durch
Onlinebewerbungen sind in und ihre Qualität hat sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis der Studie „Online-Bewerbung“, für die das Stellenportal Berufsstart.de in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres Arbeitnehmer und Personalverantwortliche befragt hat. Demnach stufen mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) die Qualität von Onlinebewerbung als gleich hoch wie die von Papierbewerbungen ein. Vor fünf Jahren schätzen sie (52 Prozent) die Virtuelle Version noch als weniger wertig als die traditionelle Form ein. Inzwischen finden 14 Prozent der Personalverantwortlichen Onlinebewerbungen sogar besser als Printeinsendungen.Allerdings müssen Bewerber noch nachbessern, wollen sie die Personaler vollständig von der Online-Variante überzeugen, denn die HR-Profis haben einiges zu bemängeln: 64 Prozent sind mit den einzelnen Dateien nicht zufrieden, 51 Prozent stören Massenbewerbungen, 49 Prozent reklamieren Unvollständigkeit und 46 Prozent schlechte Formatierungen bei Onlinebewerbungen. Fehlende Belege haben offensichtlich Tradition, die wurden bereits vor fünf Jahren von 48 Prozent der personaler bemängelt. Die schnelle Verfügbarkeit von Dateien, die auf der Festplatte liegen, lässt die Unsitte von Massenbewerbungen stark zunehmen: Der Versand von Bewerbungen, die ohne genau auf die Anforderungen zu schauen verschickt werden und die Personalabteilungen zumüllen, hat seit 2005 (12 Prozent) stark zugenommen.
Dennoch ist die Zahl der Bewerbungen, die Absolventen unabhängig von ihrer Fachrichtung pro Bewerbungsphase verschicken von 43 auf 19 gesunken. Durchschnittlich gelangen etwa zwei Drittel der Absolventen, darunter Informatiker, Wirtschaftsingenieure und Maschinenbauer sowie Wirtschaftswissenschaftler, nach maximal 20 Bewerbungen zum Erfolg. Auch im Marketing scheint die Lage für Absolventen gut zu sein, denn nur 13 Prozent geben an, mehr als 20 Bewerbungen bis zum Abschluss eines Arbeitsvertrags schreiben zu müssen.
Die Onlinebewerbung hat sich bei Bewerbern durchgesetzt: 45 Prozent gaben bei der Umfrage an, mehr Online- als Printbewerbungen zu verschicken und 18 Prozent greifen sogar ausschließlich auf diese Form zurück. Nur noch 4 Prozent verschicken ihre Unterlagen ausschließlich über den Postweg. ems
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