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28. Mai 2010

Otto-Personalchef Michael Picard im Interview: „Wir arbeiten als Partner zusammen“

Michael A. Picard Michael A. Picard, Personalchef der Otto Group, über die Suche nach relevanten Kandidaten und die Bedeutung der Arbeitgebermarke.

Fachkräftemangel ist derzeit ein brisantes Thema. Auch für die Otto Group? Bei IT- und E-Commerce-Fachkräften gibt es derzeit generell eine extreme Verknappung. Da sich die Otto Group zunehmend auf den Bereich E-Commerce fokussiert, betrifft uns der Fachkräftemangel hier auch stark.

Inwieweit verschärft die demographische Entwicklung diesen Zustand? Verknappung gab es schon immer temporär in unterschiedlichen Bereichen. Die Studentenzahlen in den Fachgebieten steigen daraufhin an. Und der Mangel entspannt sich. Diese Entwicklung wiederholt sich zyklisch, wenn auch immer in unterschiedlichen Themengebieten. Aktuell sind durch die schnelle Entwicklung im Internet und der entsprechenden Plattformen natürlich die Ressourcen in den bereits genannten Bereichen besonders knapp.

Wie begegnet die Otto Group diesem Problem? Zunächst müssen wir unseren Bedarf definieren. Dazu schauen wir uns unter anderem genau die technologische Entwicklung und die Struktur der Bevölkerung an. Davon hängt zum einen ab, welche Produkte und Dienstleistungen in fünf bis zehn Jahren überhaupt nachgefragt werden. Für uns leiten sich daraus die Fragen ab, wie ein Handelsunternehmen wie die Otto Group darauf reagieren muss, und welche Mitarbeiter wir brauchen, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Mensch & Konzern

Michael A. Picard ist seit 1994 als Personaler bei der Otto Group tätig. 2000 hat der 47-jährige Wirtschaftswissenschaftler als Direktor Personal die Verantwortung für das Personalmanagement des Hamburger Konzerns übernommen.

Die Otto Group ist mit 123 wesentlichen Gesellschaften in 20 Ländern Europas, Nordamerikas und Asiens als Handels- und Dienstleistungskonzern international tätig. Rund 50/000 Mitarbeiter arbeiten in einem weltweiten Netzwerk in den drei Segmenten Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service.
So viel zur Theorie. Welche praktischen Maßnahmen leiten sich aus ihr ab? Die Mitarbeiter der Otto Group, die immer wieder ihre Leistungsfähigkeit, Innovationsbereitschaft, Flexibilität und Mobilität unter Beweis stellen, wollen wir halten. Das heißt, Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind uns sehr wichtig. Wir blicken aber auch in Auslandsmärkte, um zu prüfen, welches Potenzial es dort gibt. Daneben kümmern wir uns um die kontinuierliche Stärkung unserer Arbeitgebermarke und kommunizieren intensiv mit für uns interessanten Kandidaten.

Für all diese Maßnahmen ist die Arbeitgebermarke von Otto entscheidend. Wie definieren Sie diese? Nach wie vor werden wir sehr stark als Familienunternehmen wahrgenommen. Das ist auch richtig. Wir haben eine sehr teamorientierte Kultur und arbeiten mit unseren Mitarbeitern partnerschaftlich auf Augenhöhe zusammen – dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. Bei all dem steht die Aufgabe im Vordergrund. Es geht für jeden Mitarbeiter darum, einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Otto Group zu leisten. Bei uns sollen und dürfen die Mitarbeiter vom ersten Tag an Verantwortung für ihr Tun übernehmen und durch ihre Tat- und Innovationskraft Zeichen setzen. Das ist auch die Kernaussage unserer Employer-Branding-Kampagne. Interview: Eva-Maria Schmidt

Das komplette Interview mit statements von Michael A. Picard zu Arbeitgeberrankings, der Bedeutung von Social Media fürs Recruiting, Hochschulkooperationen und den Arbeitsplatz der Zukunft gibt es im Karriere Special von HORIZONT, das in der Ausgabe 21/2010 erscheint. Weitere Themen sind die Continental-Studentenumfrage, das Trendence Absolventenbarometer, Weiterbildungsangebote für Social Media, Neue Berufe und die Berufsstruktur in Agenturen sowie Google als Arbeitgeber.

Das Special kann einzeln bei koch@horizont.net bestellt werden.


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HORIZONT 20/2012 vom 17.05.2012
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