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4. Dezember 2012

PR-Branche beschäftigt überdurchschnittlich viele weibliche Führungskräfte

Offenbar haben Frauen in der PR-Branche bessere Chancen Karriere zu machen als in anderen Wirtschaftszweigen: Laut der Studie „Er Kapitän, sie Crew“ sind 44 Prozent der PR-Führungspositionen mit weiblichen Mitarbeitern besetzt. Zum Vergleich: In der deutschen Wirtschaft liegt der Anteil an weiblichen Führungskräften bei durchschnittlich 30 Prozent. In den Vorstandsetagen der 200 größten Unternehmen sind es sogar nur drei Prozent (Quelle: Führungskräfte-Monitor 2012 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung).

Die befragten 654 männlichen und weiblichen Beschäftigten aus der PR-Branche kritisieren dennoch, dass auch in ihrem Arbeitsumfeld Frauen es selten in die Top-Etage schaffen. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit sind die demnach vor allem als „PR-Techniker“ mit überwiegend ausführenden Tätigkeiten wie Verfassen und Verbreiten von Informationen, Organisation von Veranstaltungen und Kontaktpflege beschäftigt. Eine weibliche Besetzung von Top-Managementpositionen mit Verantwortung für Kommunikationspolitik, strategische Entscheidungen, Budgetplanung- und Kontrolle ist noch immer die Ausnahme. Zudem ist es auch in der PR-Branche üblich, Frauen schlechter zu bezahlen als ihre männlichen Kollegen.

Die Studie

An der Online-Umfrage nahmen 654 Männer und Frauen aus dem Arbeitsfeld Public Relations/Kommunikation teil, ergänzend wurden Tiefeninterviews mit Experten und Expertinnen aus dem Top-Management durchgeführt. Studienautoren sind Patricia Schiel und Dustin Pawlitzek von der Westfälischen Hochschule.

Dabei streben die gut ausgebildeten Frauen - 90,3 Prozent sind Akademikerinnen – durchaus eine steilere Karriere an: In der Altersgruppe zwischen 36- und 55 Jahren nimmt unter verschiedenen Prioritäten bei den Frauen die Karriere mit 14,2 Prozent den höchsten Stellenwert ein, bei den Männer sind es 6,1 Prozent. Auch fast 60 Prozent der Mütter unter den PR-Schaffenden sind ernsthaft an einer Position im Top-Management interessiert. Um diese zu erreichen, setzen die Befragten verbesserte Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf voraus.ems


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