Trends
1. Dezember 2009
Personaler nutzen soziale Netzwerke kaum
Die Panik, ein falsches Bild im Internet könne Karrieren zerstören, ist offenbar unnötig: Personaler nutzen Online-Plattformen wie Facebook, StudiVZ oder Twitter kaum für ihre Arbeit. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die das Beratungsunternehmen IFOK in Bensheim mehr als 800 Personalverantwortliche und -experten befragt hat. Obwohl 60 Prozent der Befragten Social Media eine große strategische Bedeutung für den Bereich Human Resources beimessen, gibt es in zwei von drei der befragten Unternehmen keine geregelte Zuständigkeit für das Thema. In 70 Prozent der Unternehmen gibt es keine unternehmensweite Social-Media-Strategie und nur 15 Prozent haben Richtlinien für den Umgang mit Social Media. Auch im Bereich Weiterbildung ist das Thema noch nicht angekommen: Weniger als ein Zehntel der Befragten bietet Schulungen zum Umgang mit Social Media an.
Die Studie zeigt ein ambivalentes Verhältnis der befragten Personalexperten zum Thema Social Media: Etablierte Plattformen wie Xing und Xing oder LinkedIn wurden von 80 Prozent der Befragten im Zusammenhang mit ihrer Personalarbeit zumindest schon einmal besucht. Aber um gezielt Informationen über Bewerber zu suchen, kommen die Social Media-Angebote selten zum Einsatz: 60 Prozent informieren sich dort gelegentlich oder selten über potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Arbeitgeber-Bewertungsplattformen sowie Äußerungen eigener Mitarbeiter zum Unternehmen beobachten die Personaler nur sehr selten: Nicht einmal jeder vierte Personalexperte hat schon einmal von den Beurteilungen auf den Bewertungsplattformen Kenntnis genommen. Nur vier Prozent der Befragten beobachten systematisch, was über ihr Unternehmen – unter anderem von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – auf Social-Media-Plattformen geschrieben wird. Mehr als ein Drittel der Befragten nutzt diese Möglichkeit nie. ems
Die Studie „Social Media und Personalarbeit: Potenzial erkannt. Und genutzt?“ kann unter www.ifok.de/socialmedia_hr abgerufen werden.
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