Trends
9. März 2010
Social Media gewinnt für Personaler an Bedeutung
In 39 Prozent der deutschen Human-Resources-Abteilungen wurden 2009 bereits soziale Netzwerke genutzt. Weitere 27 Prozent wollen in diesem Jahr einsteigen. Damit greift 2010 rund die Hälfte der Personaler bei der Arbeit auf die sozialen Netzwerke zurück. „Xing & Co. werden sich in diesem Jahr durchsetzen“, ist sich der Berater Thorsten zur Jacobsmühlen sicher. Die Gewissheit gibt ihm der „Social Media Report HR 2010“, den er mit dem Softwareanbieter Stepstone Solutions sowie den Personalernetzwerken Hrm.de und Hrm-austria.at erstellt hat. Für die Studie wurden 651 Fragebögen aus Deutschland (548) und Österreich (103) ausgewertet.
Die deutschen Personaler sehen in sozialen Netzwerken vor allem ein Recruiting-Instrument (74 Prozent). An zweiter Stelle folgt das Employer Branding (71 Prozent). Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern sind die Personaler in den Social-Media-Angeboten durchaus erfolgreich: 65 Prozent haben so bereits direkt oder indirekt im Durchschnitt zwei Mitarbeiter eingestellt.Zuvor überprüfen 59 Prozent die Reputation von Bewerbern mit Hilfe von Xing & Co. Das Businessnetzwerk ist das liebste Social-Media-Werkzeug der affinen Personaler: 205 der Befragten nutzen es, gefolgt von Facebook (118) und Twitter (80). Am häufigsten wird bei Kandidaten für das Management und Fachkräften in der Verwaltung, Vertrieb, Marketing und Entwicklung nachgeforscht. Immerhin 38 Prozent haben aufgrund der Reputation schon einmal einen Bewerber nicht eingestellt.
Den Umgang mit Social Media bereiten bislang nur wenige HR-Experten gut vor. Auf externe Beratung haben weniger als zehn Prozent der Personaler zugegriffen, 68 Prozent haben „einfach begonnen“ und weitere 22 Prozent haben sich intern vorbereitet. Diejenigen, die den Einstieg planen, setzen verstärkt auf Beratung: Immerhin 89 Prozent werden oder intern oder extern beraten. ems
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