Trends
9. Juni 2009
Stellenangebot in Marketing, PR und Medien geht weiter zurück
Das Online-Angebot an offenen Stellen in Deutschland fällt im Mai auf den niedrigsten Stand seit Januar 2006. So verzeichnet der Monster Employment Index einen Abwärtstrend im Großteil der Sektoren, der Berufsgruppen und der Regionen. Im Vergleich zum Mai vergangenen Jahres verliert der Index 34 Punkte, das heißt 24 Prozent. Die weitere Zurückhaltung bei den Rekrutierungsaktivitäten in Deutschland ist ein klarer Hinweis dafür, dass Unternehmen aufgrund der momentan schwierigen Marktbedingungen auf Neueinstellungen verzichten. Der Monster Employment Index erhebt monatlich die Zahl der im Internet angebotenen Stellen und wertet dabei für Deutschland die Stellenangebote von 280 Unternehmenswebseiten sowie mehr als zehn Online-Stellenbörsen aus.In fast allen 20 Index-Branchen werden im Mai weniger Online-Stellen ausgeschrieben - lediglich die Finanz- und Versicherungsbranche bleibt stabil. Auch im Jahresvergleich verzeichnet die Mehrheit der Sektoren Rückgänge der Stellenangebote.
Stark betroffen vom Einbruch der Online-Stellenangebote sind Dienstleistungsbereich, wie IT und Marketing sowie PR und Medien. Einen ähnlichen Abwärtstrend zeigen Stellenausschreibungen im Verwaltungsbereich. So verliert der IT-Sektor im Vergleich zum April 15 Punkte (13 Prozent). Marketing, PR und Medien nehmen um jeweils 13 Punkte ab (13 Prozent), während die Verwaltung zwölf Punkte (zwölf Prozent) einbüßt.
Auch das Personalwesen verliert im Mai fünf Index-Punkte (zehn Prozent) und erreicht somit im Jahresvergleich den absoluten Tiefpunkt mit einem Minus von 52 Punkten (53 Prozent). Der anhaltende Nachfragerückgang im Personalbereich deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen die Anzahl ihrer Mitarbeiter in den kommenden Monaten weiterhin verringern werden.
Alle deutschen Bundesländer verzeichnen im Mai weniger Online-Stellenangebote. Die deutlichsten Rückgänge gibt es in Hessen und Thüringen mit jeweils acht Punkten (sieben Prozent). Einen relativ moderaten Rückgang zeigt Brandenburg mit lediglich vier Punkten (drei Prozent).ems
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