Trends
6. September 2010
Studie: Leistungsabhängige Vergütung wird für leitende Angestellte immer wichtiger
Die Gehälter der leitenden Angestellten in deutschen Unternehmen sind im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent gestiegen. Damit landet laut der Kienbaum-Studie „Leitende Angestellte 2010“ mehr auf dem Konto der Führungskräfte, als sie nach dem vergangenen Krisenjahr erwarten konnten. Denn die Unternehmen hatten im Vorjahr von 2009 auf 2010 eine Nullrunde vorhergesagt. In diesem Jahr halten sich die Firmen trotz entspannter Wirtschaftslage zurück: Sie prognostizieren Grundgehaltserhöhungen zwischen ein und zwei Prozent. Durchschnittlich verdienen leitende Angestellte der zweiten Ebene 97.000 Euro, ihre Kollegen auf der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung 132.000 pro Jahr.
Dabei wird die leistungsabhängige Zusatzvergütung immer wichtiger. „Das zahlt sich für beide Seiten aus. Das Unternehmen kann je nach Ertragslage und individueller Leistung variabel vergüten und die Führungskräfte können ihr Gehalt durch überdurchschnittliches Engagement deutlich erhöhen“, sagt Kienbaum-Berater Christian Näser. Verbreitung und Höhe der variablen Vergütung sind je nach Hierarchieebene unterschiedlich: 91 Prozent der Führungskräfte der ersten ebene und 86 Prozent der zweiten Ebene sind tantiemeberechtigt. Auf der ersten Führungsebene werden im Schnitt 29.000 Euro Bonus gezahlt, eine Ebene tiefer sind es 16.000 Euro.
Die Spannbreite der Jahresgesamtbezüge von Führungskräften ist sehr groß: Einzelne leitende Angestellte verdienen 50.000 Euro, während anderen bis 500.000 Euro bezahlt wird. Zwischen 50.000 und 100.000 Euro verdienen 44 Prozent aller Führungskräfte, 36 Prozent zwischen 100.000 und 150.000 Euro, 17 Prozent noch mehr. Die Spitzenreiter sind wir im vergangenen Jahr die Gesamtleiter der kaufmännischen Bereiche, die durchschnittlich 157.000 Euro pro Jahr erhalten.
Zusatzleistungen gewinnen als Instrument der Mitarbeiterbindung an Bedeutung: 71 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Führungskräften deshalb die bei ihnen besonders beliebte betriebliche Altersversorgung an. Entscheidende Faktoren sind auch die Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge. So erhält ein Viertel aller Führungskräfte eine anteilige bis vollständige Rückerstattung der Kosten für einen medizinischen Check-up. Zum Vergütungspaket gehört für 15 Prozent der ersten und zehn Prozent der zweiten Führungsebene auch eine Berufsunfallversicherung. Firmenwagen fahren 60 Prozent der leitenden Angestellten. 91 Prozent von ihnen dürfen sie auch für private Fahrten nutzen. ems
Weitere Nachrichten aus Trends
- Demografische Entwicklung erreicht Weiterbildungsmarkt: Anbieter wollen ihre Angebote verändern
- Management Circle macht App zum Klassenraum für Weiterbildung
- Personaler kritisieren Selbstüberschätzung vieler High Potentials
- Mitarbeiter gegen den Boykott
- Social-Media-Personalmarketing steckt noch in den Kinderschuhen
- Absolventen wollen als Trainees ins Berufsleben einsteigen
- Top Job zeichnet die besten Arbeitgeber im Mittelstand aus: Emanate PR gehört dazu
- Beschäftigte wollen von ihren Arbeitgebern umfassend informiert werden
- Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb verdienen durchschnittlich 52.300 Euro brutto im Jahr
- Deutsche Chefs ignorieren Nutzen von gemischten Führungsteams weiter
Career News
Karrieremagazin
Highlights aus Horizont.Net
HORIZONT Print

HORIZONT 05/2012 vom 02.02.2012
FAZ klagt gegen IVW: Verlagschef Tobias Trevisan fordert gesonderte Ausweisung der Auflage von "Welt am Sonntag kompakt"
Zum Inhalt
Infos zum HORIZONT-Abo





