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09.09.2010

Trends


22. Juli 2010

Anglizismen im Job: Hälfte der Deutschen ist genervt

Meetings, Briefings und Workshops gehören fest in den Büroalltag - kaum jemand, der sich heute noch zu einer "Besprechung" oder einem "Arbeitskreis" trifft. Dennoch findet fast die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer Anglizismen im Büro-Sprachgebrauch nervig und unnötig. Die Kollegen in Österreich und der Schweiz stören sich dagegen weit weniger am englischen Sprachgebrauch im Büro. Das ergibt eine Umfrage des Online-Stellenportals Monster.

Demnach finden 42 Prozent der befragten Deutschen englische Ausdrücke unnötig. Nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer findet Anglizismen in Ordnung, solange sie nicht Überhand nehmen. Nur zehn Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass Anglizismen den Berufsalltag vereinfachen und deshalb öfter verwendet werden sollten.

Der Vergleich mit den Nachbarländern Österreich und Schweiz zeigt, dass sich die Deutschen am meisten an Anglizismen stören. Nur 29 Prozent der Österreicher und 31 Prozent der Schweizer sind von englischen Ausdrücken im Beruf genervt. 60 Prozent der Österreicher und knapp die Hälfte der Schweizer Umfrageteilnehmer finden Anglizismen in Ordnung, solange sie nicht zu oft zum Einsatz kommen. 12 Prozent der österreichischen und mehr als ein Fünftel der schweizerischen Befragten befürworten gar den verstärkten Einsatz von englischen Wörtern im Berufsalltag. An der Umfrage nahmen 2.394 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. np


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HORIZONT 36/2010 vom 09.09.2010
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