Unternehmen
5. Juli 2012
AWA: "Landlust" und "Handelsblatt" mit Reichweiten-Explosion
In Düsseldorf werden die Korken knallen: Holtzbrincks "Handelsblatt" verzeichnet laut der neuen Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) einen der größten prozentualen Reichweitenzuwächse in diesem Jahr: die Zahl der Leser steigt laut AWA 2012 um fast 31 Prozent auf 510.000, das sind über 100.000 neue Leser. Ach ja: "Landlust" schlägt mal wieder alle - mit einem Plus von über 37 Prozent (820.000 neue Leser) auf nunmehr über 3 Millionen Leser.
Beim „Handelsblatt"-Konkurrenten G+J Wirtschaftsmedien liegen Freud und Leid dicht beisammen: Die „FTD" verliert laut AWA rund 8 Prozent Reichweite und kommt nun nur noch auf 330.000 Leser; „Impulse" bricht gar um fast 23 Prozent ein auf 240.000 Leser. „Börse Online" dagegen kann seine Reichweite um ein Viertel steigern - auf nun 200.000 Leser.
#CHARTR1#Die Dickschiffe "Bild am Sonntag" (9,7 Millionen Leser), "Stern" (7,9 Millionen) und "Spiegel" (6,1 Millionen) liegen ziemlich stabil, "Bild" (9,7 Millionen) hingegen verliert laut AWA über 5 Prozent seiner Leser. "Bunte" (3,7 Millionen) gehen 7 Prozent Reichweite verloren, "Gala" (2,3 Millionen) und "Grazia" (310.000) hingegen gewinnen 6 bzw. 15 Prozent hinzu. Bei den monatlichen Frauenzeitschriften stechen das 25-Prozent-Plus von „Laviva" hervor (jetzt 690.000 Leser) sowie der 11-Prozent-Zugewinn von „Emotion", das nun auf 300.000 Leser kommt. Die größte Minusrate in diesem Segment erleidet „Maxi", deren Reichweite um 14 Prozent auf 840.000 Leserinnen sinkt.
#CHARTL2#Und sonst? Man muss sie etwas suchen, die guten Print-Nachrichten bei der AWA - aber es gibt sie: Die überwiegende Mehrheit der untersuchten Zeitschriften kann ihre Reichweite im Vergleich zum Vorjahr steigern oder stabil halten. So legen von den 242 berücksichtigten Einzeltiteln und Belegungseinheiten 56 Titel (23 Prozent) zu, 90 Hefte (37 Prozent) rangieren auf Vorjahresniveau und 96 Titel (40 Prozent) müssen Reichweiteneinbußen hinnehmen.
Dennoch gilt: Die Gesamtreichweite der erfassten Zeitschriften sinkt gegenüber 2011 um 1,5 Prozent. Dies ist ein erneuter kleiner Rückschlag, nachdem sie im vergangenen Jahr nach vier deutlichen Minus-Jahren erstmals wieder leicht (0,7 Prozent) gestiegen war. Dabei konzentrieren sich jetzt die Rückgänge vor allem auf vier Segmente: Die Computer-/Spiele-Titel sind für ein Fünftel aller Reichweitenverluste verantwortlich, gefolgt von der Programmpresse (19 Prozent), den Kundenmagazinen (16 Prozent) und den wöchentlichen Frauenzeitschriften (10 Prozent). Der Anteil der 20 verlustreichsten Titel beträgt 87 Prozent.
#CHARTR3#Abermals erfreulich stellt sich die Reichweitenentwicklung bei den überregionalen Abo-Tageszeitungen und den Wirtschaftszeitungen dar. In Summe gewinnen sie jetzt gegenüber dem Vorjahr 6,2 Prozent Leser hinzu - nach Zuwachsraten von bereits 2,8 und 7,1 Prozent in den Jahren 2011 und 2010. Weniger gut sieht es bei den regionalen Abo-Tageszeitungen aus. Immerhin können sie ihre Reichweitenverluste erneut begrenzen: Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Minus, ähnlich wie im Jahr davor, lediglich 2 Prozent. In den Jahren zuvor waren die Einbrüche deutlich dramatischer. rp
Die Analyse der neuen AWA-Zahlen lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 27/2012, die am Donnerstag, 5. Juli 2012, erscheint.
Beim „Handelsblatt"-Konkurrenten G+J Wirtschaftsmedien liegen Freud und Leid dicht beisammen: Die „FTD" verliert laut AWA rund 8 Prozent Reichweite und kommt nun nur noch auf 330.000 Leser; „Impulse" bricht gar um fast 23 Prozent ein auf 240.000 Leser. „Börse Online" dagegen kann seine Reichweite um ein Viertel steigern - auf nun 200.000 Leser.
#CHARTR1#Die Dickschiffe "Bild am Sonntag" (9,7 Millionen Leser), "Stern" (7,9 Millionen) und "Spiegel" (6,1 Millionen) liegen ziemlich stabil, "Bild" (9,7 Millionen) hingegen verliert laut AWA über 5 Prozent seiner Leser. "Bunte" (3,7 Millionen) gehen 7 Prozent Reichweite verloren, "Gala" (2,3 Millionen) und "Grazia" (310.000) hingegen gewinnen 6 bzw. 15 Prozent hinzu. Bei den monatlichen Frauenzeitschriften stechen das 25-Prozent-Plus von „Laviva" hervor (jetzt 690.000 Leser) sowie der 11-Prozent-Zugewinn von „Emotion", das nun auf 300.000 Leser kommt. Die größte Minusrate in diesem Segment erleidet „Maxi", deren Reichweite um 14 Prozent auf 840.000 Leserinnen sinkt.
#CHARTL2#Und sonst? Man muss sie etwas suchen, die guten Print-Nachrichten bei der AWA - aber es gibt sie: Die überwiegende Mehrheit der untersuchten Zeitschriften kann ihre Reichweite im Vergleich zum Vorjahr steigern oder stabil halten. So legen von den 242 berücksichtigten Einzeltiteln und Belegungseinheiten 56 Titel (23 Prozent) zu, 90 Hefte (37 Prozent) rangieren auf Vorjahresniveau und 96 Titel (40 Prozent) müssen Reichweiteneinbußen hinnehmen.
Dennoch gilt: Die Gesamtreichweite der erfassten Zeitschriften sinkt gegenüber 2011 um 1,5 Prozent. Dies ist ein erneuter kleiner Rückschlag, nachdem sie im vergangenen Jahr nach vier deutlichen Minus-Jahren erstmals wieder leicht (0,7 Prozent) gestiegen war. Dabei konzentrieren sich jetzt die Rückgänge vor allem auf vier Segmente: Die Computer-/Spiele-Titel sind für ein Fünftel aller Reichweitenverluste verantwortlich, gefolgt von der Programmpresse (19 Prozent), den Kundenmagazinen (16 Prozent) und den wöchentlichen Frauenzeitschriften (10 Prozent). Der Anteil der 20 verlustreichsten Titel beträgt 87 Prozent.
#CHARTR3#Abermals erfreulich stellt sich die Reichweitenentwicklung bei den überregionalen Abo-Tageszeitungen und den Wirtschaftszeitungen dar. In Summe gewinnen sie jetzt gegenüber dem Vorjahr 6,2 Prozent Leser hinzu - nach Zuwachsraten von bereits 2,8 und 7,1 Prozent in den Jahren 2011 und 2010. Weniger gut sieht es bei den regionalen Abo-Tageszeitungen aus. Immerhin können sie ihre Reichweitenverluste erneut begrenzen: Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Minus, ähnlich wie im Jahr davor, lediglich 2 Prozent. In den Jahren zuvor waren die Einbrüche deutlich dramatischer. rp
Die Analyse der neuen AWA-Zahlen lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 27/2012, die am Donnerstag, 5. Juli 2012, erscheint.
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