Unternehmen
6. Februar 2012
Fußball-Bundesliga: Telekom gibt eigenes Angebot für Kabel- und Satellitenrechte ab
Die Deutsche Telekom attackiert Sky in seinem Kerngeschäft. Der magenta Riese will nun offenbar ein eigenes Angebot für die Kabel- und Satellitenrechte abgeben. Diese sind die Basis für die Live-Übertragung der Bundesligaspiele im klassischen Bezahlfernsehen - und damit eine wichtige Existenzgrundlage von Sky.
Dass die Telekom bei der in dieser Woche startenden Neuausschreibung der Bundesligarechte durch die DFL Großes vorhat, war bereits vor einigen Wochen durchgesickert. Neu ist, dass die Telekom, die bislang lediglich die IPTV- und Mobile-Rechte hält und über ihren Bundesligasender Liga Total verwertet, die Offerte offenbar im Alleingang stemmen will.
Nach Informationen des "Spiegel" ist insbesondere das Gerücht, die Telekom werde sich im Bieterstreit mit Medienunternehmer Dieter Hahn zusammentun, falsch. Dem Unternehmer, der einst Geschäftsführer der Kirch-Gruppe war, gehören die Firmen KF15 und Sirius, zudem ist er an Constantin Medien beteiligt - jener Firma, die den Bundesliga-Content für Liga Total produziert. Die Telekom werde keine Bietergemeinschaft mit Hahn oder dessen Firmen eingehen, schreibt der "Spiegel" jetzt unter Berufung auf Insider. Das Risiko, mit dieser Strategie leer auszugehen, sei dem Konzern zu groß.
Stattdessen wolle die Telekom nun selbst die Kabel- und Satellitenrechte erwerben. Dafür müsste die Telekom allerdings tief in die Tasche greifen: Sky zahlt derzeit pro Saison etwa 250 Millionen Euro an die DFL. Finanzierbar wäre der Deal für die Telekom gegebenenfalls über einen Weiterverkauf von Teilen des Rechtepakets. So könnten die Kabelrechte, für die die Telekom eigentlich keine Verwendung hat, mithilfe von Hahn an Kabelfirmen weitergegeben werden, schreibt der "Spiegel". Sollte Hahn den Zuschlag von der DFL erhalten, würde die Telekom gegebenfalls ebenfalls zum Zuge kommen. In diesem Fall könnte die Telekom Hahn die Satellitenrechte abkaufen. Es gebe aber weder einen Vertrag noch finanzielle Rückendeckung für Hahn, so Insider. mas
Dass die Telekom bei der in dieser Woche startenden Neuausschreibung der Bundesligarechte durch die DFL Großes vorhat, war bereits vor einigen Wochen durchgesickert. Neu ist, dass die Telekom, die bislang lediglich die IPTV- und Mobile-Rechte hält und über ihren Bundesligasender Liga Total verwertet, die Offerte offenbar im Alleingang stemmen will.
Nach Informationen des "Spiegel" ist insbesondere das Gerücht, die Telekom werde sich im Bieterstreit mit Medienunternehmer Dieter Hahn zusammentun, falsch. Dem Unternehmer, der einst Geschäftsführer der Kirch-Gruppe war, gehören die Firmen KF15 und Sirius, zudem ist er an Constantin Medien beteiligt - jener Firma, die den Bundesliga-Content für Liga Total produziert. Die Telekom werde keine Bietergemeinschaft mit Hahn oder dessen Firmen eingehen, schreibt der "Spiegel" jetzt unter Berufung auf Insider. Das Risiko, mit dieser Strategie leer auszugehen, sei dem Konzern zu groß.
Stattdessen wolle die Telekom nun selbst die Kabel- und Satellitenrechte erwerben. Dafür müsste die Telekom allerdings tief in die Tasche greifen: Sky zahlt derzeit pro Saison etwa 250 Millionen Euro an die DFL. Finanzierbar wäre der Deal für die Telekom gegebenenfalls über einen Weiterverkauf von Teilen des Rechtepakets. So könnten die Kabelrechte, für die die Telekom eigentlich keine Verwendung hat, mithilfe von Hahn an Kabelfirmen weitergegeben werden, schreibt der "Spiegel". Sollte Hahn den Zuschlag von der DFL erhalten, würde die Telekom gegebenfalls ebenfalls zum Zuge kommen. In diesem Fall könnte die Telekom Hahn die Satellitenrechte abkaufen. Es gebe aber weder einen Vertrag noch finanzielle Rückendeckung für Hahn, so Insider. mas
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