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28. Juli 2010
MA 2010 Publikumszeitschriften: Programmies bleiben Nummer 1
Die meist genutzte Zeitschriftengattung sind mit 62,3 Prozent Reichweite nach wie vor die Programmzeitschriften, gefolgt von aktuellen Zeitschriften/Magazinen zum Zeitgeschehen (47,5 Prozent). Jeweils knapp ein Drittel der Bevölkerung liest darüber hinaus Titel der Gattung Motorpresse (33 Prozent) oder wöchentliche Frauenzeitschriften (31,5 Prozent). Das sind zentrale Ergebnisse der MA 2010 Pressemedien II, die heute von der AG.MA veröffentlicht wurden.Auf vergleichsweise geringe Reichweiten kommt unter anderem die Wirtschaftspresse (5,7 Prozent). Segmente wie Wohn- und Gartenzeitschriften (13,6), monatliche (16,6) und 14-tägliche Frauenzeitschriften (10,7) werden annähernd doppelt so häufig genutzt.
Unter den Kaufzeitschriften erzielen die höchsten Reichweiten „Bild am Sonntag" (10,32 Millionen Leser pro Ausgabe), „Stern" (7,71 Mio.), „TV Spielfilm" (6,73 Mio.), „TV 14" (6,66 Mio.) „Der Spiegel" (6,55 Mio.), „TV Movie" (6,44 Mio.), „Bild der Frau" (6,44 Mio.), „Focus" (5,94 Mio.), „Hörzu" (4,59 Mio.) und „Sport Bild" (4,32 Mio.) Berücksichtigt man auch die Nicht-Kaufzeitschriften erzielen „ADAC Motorwelt" (19,03 Mio.), die TV-Supplements „RTV" (13,19 Mio.), „Prisma" (8,04 Mio.) und die Lesezirkel-Titel (11,86 Mio.) hohe Reichweiten.
Ein direkter Vergleich der aktuellen Studie mit früheren Erhebungen ist wegen einer Veränderung der Grundgesamtheit nicht möglich, da bei der Erhebung erstmals auch deutschsprachige Ausländer in die Befragung einbezogen wurden. Die Zahl der ausgewiesenen Zeitschriftenleser erhöht sich dadurch gegenüber Vorjahres-MA von 60,63 auf 65,92 Millionen.
Eine übergroße Mehrheit der Zeitschriften weist im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Leserplus auf. Ob die Reichweitenveränderung eines Titels allerdings auf die erweiterte Grundgesamtheit oder auf eine mögliche Marktveränderung zurückzuführen ist, lässt sich nicht sagen.
Eine für Zeitschriftenmacher erfreuliche Schlussfolgerung ist dennoch möglich: 93,5 Prozent der Befragten ab 14 Jahren lesen Magazine. Auch die häufig als Printmuffel bezeichnete Teenager-Zielgruppe (14 bis 19 Jahre) kommt auf 93,3 Prozent. Am intensivsten nutzen die 40- bis 49-Jährigen das Medium (94,7 Prozent).Je höher das Einkommen, desto stärker die Zeitschriftennutzung, diese Faustregel gilt unverändert: Die Top-Verdiener (Haushaltsnettoeinkommen über 3000 Euro) sind mit 96,1 Prozent Reichweite auch die Zielgruppe, die das Medium am stärksten nutzt. se
Hier lesen die Reichweitenentwicklungen der Tageszeitungen.
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