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25. Mai 2012

Online-Handel: Hornbach liefert den Gegenentwurf zu Media-Markt

Die Baumarktkette will vor allem mit E-Commerce weiter wachsen

Die Baumarktkette will vor allem mit E-Commerce weiter wachsen


Ein organisches Umsatzwachstum von 5,8 Prozent bei den Bau- und Gartenmärkten, Ausbau des Marktanteils auf 9,2 Prozent und 404 Millionen Euro flüssige Mittel in der Kriegskasse - die Hornbach-Gruppe präsentiert sich in ihrer Bilanzkonferenz zum Geschäftsjahr 2011/2012 strotzend vor Kraft. Jetzt hat Unternehmens-Chef Albrecht Hornbach den Onlinehandel zum strategischen Zukunftsprojekt erklärt: "Der Onlinehandel wird für eine starke Zunahme der Preistranparenz sorgen und die Lage in vielen Handelskategorien dramatisch verändern."


Hornbach behält bei der vor rund einem halben Jahr gestarteten Initiative offensichtlich die Erfahrungen der Elektronikkette Media-Markt genau im Auge. Mit einem generellen Verweis auf die Elektronikbranche wo es "drunter und drüber" geht, nennt er als wesentliche Herausforderung das Pricing: "Wenn man im Internet präsent sein will, muss man sich Gedanken machen, wo man preislich positioniert sein will und wen man als seinen Wettbewerber definiert."

Sein eigenes Unternehmen sieht er hier in einer bequemen Position. Nicht ohne Genuss verweist Hornbach auf die Preisstudie von OC&C Strategy Consultants "Keine billigen Tricks", die dem Konzern die Preisführerschaft mit einem Vorsprung von 7,4 Prozent attestiert: "Angesichts der Tatsache, wo wir preislich stehen, sehe ich auf uns keine Risiken zukommen."

Den Eintritt in die Multichannel-Ära will Hornbach anders als Media-Markt bis auf weiteres auch nicht zum großen Werbethema machen. Zwar können Kunden schon jetzt 40.000 Artikel online studieren, 13.000 davon direkt bestellen und überdies in allen Filialen online Artikel reservieren und bereitstellen lassen, doch an der Komnmunikationsstrategie wird sich bis auf weiteres nichts ändern. Noch nicht einmal die faktische Preisführerschaft soll gegenüber dem preisfixierten deutschen Konsumenten stärker betonen, sagt Marketing-Vorstand Jürgen Schröcker: "Ausschließlich auf den Preis zu setzen, ist natürlich immer eine Kommunikationsmöglichkeit. Aber wir glauben daran, dass der Preis nur ein Aspekt in den Projekten unserer Kunden ist." cam


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HORIZONT 35/2014 vom 28.08.2014
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