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2. Februar 2012
FAZ vs. IVW: Verlagschef Trevisan geht wegen "Welt am Sonntag Kompakt" vor Gericht
Der Streit schwelt schon lange, jetzt geht der Fall wohl bald vor Gericht: Nach HORIZONT-Informationen will die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" klären lassen, ob es rechtens ist, dass der Verlag Axel Springer den Anteil der Kompaktausgabe an der Gesamtauflage der "Welt am Sonntag" nicht öffentlich ausweisen muss. Die Klage richtet sich nicht gegen Springer, sondern die IVW. Deren Aufgabe als zur Neutralität verpflichtete Prüfinstitution ist laut Satzung "die Bereitstellung valider Daten für die Leistungskontrolle von Werbeträgern".
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der Paragraph 6b der IVW-Richtlinien. Der besagt, dass vom Standardformat abweichende Ausgaben gesondert mit dem Zusatz "davon" ausgewiesen werden müssen. Laut IVW kommt die "Welt am Sonntag" auf eine verkaufte Auflage von 412000 Exemplaren – wie viele davon als „WamS Kompakt“ im Tabloid-Format erscheinen, will Axel Springer nicht bekannt geben. „Die beiden Zeitungen können von Werbekunden nur gemeinsam gebucht werden, deshalb weist sie die IVW auch ganz korrekt gemeinsam aus“, begründete Jan-Eric Peters, Chefredakteur der Welt-Gruppe, in einem HORIZONT-Interview vor vier Wochen die Geheimniskrämerei.Exklusiv für Printabonnenten
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HORIZONT 20/2012 vom 17.05.2012
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