Unternehmen
21. Januar 2009
Mitarbeiter von Pro Sieben Sat 1 in Berlin streiken
Bei Sat 1 eskaliert der Streit über den Umzug von Berlin nach München. Die Mitarbeiter von Pro Sieben Sat 1 sind einem Streikaufruf der Gewerkschaften DJV und Verdi gefolgt und haben nach einer Betriebsversammlung am Dienstag um 12 Uhr die Arbeit niedergelegt. Der Streit ist bis Mittwoch, 24.00 Uhr befristet. Mit ihrem Streik wollen die Mitarbeiter in der Auseinandersetzung um den Sozialplan den Druck auf die Konzernspitze erhöhen. Bei dem Streit geht es um die Bedingungen des Umzugs von Sat 1 von Berlin nach München und einen möglichen Sozialplan. Dieser wird nach Angaben des Betriebsrates von Pro Sieben Sat 1 bislang abgelehnt.
Zentrale Forderung der Belegschaft ist nach Gewerkschaftsangaben der Abschluss eines Sozial-Tarifvertrages, in dem die finanziellen Bedingungen sowohl für ausscheidende Mitarbeiter, die nicht nach München ziehen können, als auch für diejenigen geregelt werden, die einen neuen Arbeitsplatz bekommen. Außerdem sollen mehr Arbeitsplätze in Berlin erhalten bleiben. Dies soll durch eine mehrjährige Beschäftigungsgarantie gewährleistet werden.
Bei zwei Treffen zwischen Betriebsrat und dem Arbeitgeber konnten sich die Parteien bisher nicht einigen. Im Anschluss an die Betriebsversammlung zogen die Mitarbeiter vom Tagungsort zum Berliner Sitz von Pro Sieben Sat 1 in der Jägerstraße. Auf Plakaten waren Parolen wie "Verarscht in Berlin" zu lesen.
Der Sendebetrieb ist laut Sat 1 trotz des Streiks insgesamt nicht gefährdet. Lediglich bei den moderierten Sendungen "Sat 1 Magazin" und dem "Sat 1 Frühstücksfernsehen" könne es zu Engpässen kommen. dh
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