Young Business
30. Oktober 2008
ADC-Vorstand Stephan Vogel: "Kreation ist experimentell und extrem sexy"
Stephan Vogel, ADC-Vorstand und Nachfolger von Delle Krause in der ADC-Nachwuchsarbeit, spricht im HORIZONT-Interview über den ADC Junior und darüber, wie er das Image der Werbung aufpolieren will. Welche Ziele haben Sie sich für die Nachwuchsarbeit gesteckt?
Ich möchte den Junior ADC an den Hochschulen bekannter machen. An den Universitäten herrschen Skepsis, Ignoranz und teilweise ideologische Vorbehalte gegenüber kreativer Kommunikation. Ziel ist es, neue Berührungspunkte zu schaffen, Vorurteile abzubauen und eine größere Breitenwirkung des ADC zu erzielen.
Also wollen Sie das Image der Kreativen aufpolieren?
Ja. Dem Nachwuchs muss vermittelt werden, dass sich die Auseinandersetzung mit Werbung lohnen kann. In der Branche wird experimentiert und es ist ein neuer Sex-Appeal reingekommen. Der Kreative ist nicht Erfüllungsgehilfe am Ende eines Wertschöpfungsprozesses, sondern gestaltet von Anfang an mit und greift sogar in die Produktidee ein. Dieses ADCThema müssen wir nach draußen tragen.
Und wie wollen Sie dies angehen?
Der ADC muss über seine sechs Sektionen verstärkt Präzenz zeigen und sich in allen Regionen mit den Hochschulen synaptisch vernetzen. Dafür möchte ich über die Pink Saturdays hinaus ein gesondertes ADC-Vortragsangebot schaffen.
Wie wird dieses Angebot aussehen?
Die Universitäten können auf die rasanten Entwicklungen der Markenkommunikation nicht mehr reagieren. Dazu wird dort noch zu konventionell gedacht. Deshalb ist ein Tool geplant, das Beiträge von ADC-Kreativen für öffentliche Veranstaltungen anbietet. Die Vorträge sollen zentral verfügbar sein und als edukative ADC-Markenartikel inhaltliche Standards setzen. Beispielsweise sollten Cases vorgestellt werden, die die Branche verändert haben. Internationale Kampagnen wie "New Diamond Shreddies" oder deutsche wie "Horst Schlämmer" haben ein anderes Denken und ein neues kreatives Selbstbewusstsein definiert. Es ist der Auftrag des ADC, diese Inhalte jetzt, relativ zeitnah öffentlich zu diskutieren.
Was planen Sie darüber hinaus?
Der Junior ADC braucht ein Internet-Forum. Ideal wäre eine Plattform auf der ADCHomepage.
Interview: Nantjen Küsel
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