Young Business
29. April 2010
Großunternehmen bauen Angebot geförderter dualer Studiengänge aus
Volkswagen, Otto, Telekom und andere große Unternehmen machen vor, wie Firmen dem Fachkräftemangel gegensteuern können. So bietet Volkswagen bundesweit 18 duale Studiengänge an. Der Fokus liegt dabei natürlich auf technischen Studiengängen wie Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Fahrzeugaufbauentwicklung, aber auch das Studium in Fächern wie Betriebswirtschaft wird von dem Wolfsburger Autobauer unterstützt. Auch Audi vergibt in diesem Jahr beispielsweise 770 Ausbildungs- und 45 duale Studienplätze. Das Ingolstädter Unternehmen plant zudem, 350 Experten einzustellen. Auch BMW wird in diesem Jahr bis zu 400 Akademiker neu verpflichten.Zurzeit kombinieren mehr als 960 junge Menschen bei Volkswagen ihre praktische Berufsausbildung mit einem Hochschulstudium. Volkswagen übernimmt die Studiengebühren und unterstützt die Teilnehmer mit einer monatlichen Vergütung. Ähnliche Bedingungen gelten auch bei Audi und BMW. Die Bewerbungsfrist für dieses duale „Studium im Praxisverbund“ bei Volkswagen zum Wintersemester 2010/11 läuft noch bis 30. April.
Die Hamburger Otto Group hat unter anderem im Herbst vergangenen Jahres einen Lehrstuhl für Distanzhandel und Marketing an der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen gestiftet und damit ihre Hochschulkooperationen ausgebaut. Das berufsbegleitende Studium bei Otto ist zudem an der Leuphana Universität in Lüneburg, an der HAW Hamburg, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der FH Wedel möglich. Mit ihren Hochschulkooperationen unterstützt Otto sowohl Studierende, die einen Bachelor anstreben, als auch berufserfahrene Mitarbeiter, die einen Master-Abschluss im Visier haben. Ziel ist – genau wie bei den anderen Unternehmen – „bedarfsgerecht auszubilden und den Kontakt zu den besten Absolventen zu knüpfen“, so Otto-Personalchef Michael A. Picard.
Die Telekom hat ihrem Angebot berufsbegleitender Studiengänge das label Bologna@Telekom gegeben. In diesem Jahr will das Unternehmen die Zahl der geförderten Plätze auf 200 ausbauen. ems
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