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Young Business

15. Dezember 2008

HORIZONT Stiftung fördert Christiane Springer und Tino Kreßner

Preisträger der HORIZONT-Stiftung: Christiane Springer und Tino Kreßner Die diesjährigen Preisträger der HORIZONT-Stiftung heißen Christiane Springer und Tino Kreßner. Beide werden am 21. Januar 2009 anlässlich des HORIZONT Award ausgezeichnet. Springer hat die Jury mit ihrer Dissertation zum Thema „Multisensuale Markenführung" überzeugt und erhält den mit 7500 Euro dotierten Förderpreis. Der erst 23-jährige Student und Gründer Kreßner wurde für das Stipendiat ausgewählt.

Die 31-Jährige Wissenschaftlerin „überzeugt durch die Aktualität ihrer Themenwahl und die wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung des Themas" begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung. Springers Thema beschäftigt Markenführungsprofis erst seit wenigen Jahren zunehmend, wurde aber bislang nicht wissenschaftlich aufgearbeitet: Nachdem Live-Kommunikation bislang meist nur unter dem Blickwinkel eines Sinnessystems analysiert wurde, erstreckt sich der Ansatz von Springers Forschungsarbeit auf jeweils mehrere Sinnessysteme. „Die ganzheitliche Sinnesansprache, die allein den Instrumenten der Dialogkommunikation vorbehalten ist, ermöglicht die persönliche, direkte und interaktive Begegnung zwischen Unternehmen und Kunden, wodurch sich einzigartige und nachhaltige Erlebniserinnerungen generieren lassen", erläutert sie.

Ziele und Mitglieder der HORIZONT-Stiftung

Ziel der Ende 2006 gegründeten HORIZONT-Stiftung ist die Förderung der Aus- und Fortbildung von Nachwuchskräften sowie von Wissenschaft und Forschung der Kommunikations-, Medien- und Werbeindustrie in den Bereichen Marketing, Media, Kreation und neue Medien. Vorstand ist Klaus Kottmeier, Aufsichtsratsvorsitzender des Deutschen Fachverlags. Dem Stiftungsrat gehören an: Bernd Buchholz, Vorstand Gruner + Jahr, Michael Conrad, Präsident der Berlin School of Creative Leadership, Olaf Göttgens, CEO bei Rodenstock, Burkhard Graßmann, Geschäftsführer bei Payback, Thomas Heilmann, Partner und Vorstandsvorsitzender bei Scholz & Friends, Karen Heumann, Vorstand bei Jung von Matt, Eberhard Knödler-Bunte, Präsident der University of Management and Communication Potsdam, Klaus-Peter Schulz, Vorstand Sales und Marketing bei Pro Sieben Sat 1, Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Markus Gotta, Geschäftsleitung HORIZONT, und Volker Schütz, Chefredakteur HORIZONT. Interessenten für Stipendium und Förderpreis können sich auf der Website www.horizont-stiftung.de oder telefonisch unter 069/7595-1602 informieren.

Derzeit arbeitet die Wissenschaftlerin mit Professor Manfred Kirchgeorg und Uniplan-Chef Christian Brühe an einem Buch zur Live Kommunikation. Welchen Schritt sie anschließend gehen wird, weiß Springer noch nicht. Nur so viel: eine ausschließlich wissenschaftliche Laufbahn strebt sie nicht an. Sie sieht sich langfristig eher in der Praxis, vielleicht später einmal als Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens.

Zum Geschäftsführer ist vor kurzem der zweite Preisträger der HORIZONT-Stiftung aufgestiegen: Tino Kreßner, dem das Stipendium den Abschluss seines Master-Studiums erleichtern wird, hat seine Agentur Hivex im April dieses Jahres in eine GmbH umgewandelt, die er mit zwei weiteren Geschäftsführern leitet. Bereits seit seiner Schulzeit arbeitet Kreßner zweigleisig: Schon als Schüler gründet er mit 14 seine erste Multimedia-Agentur. Sein Ziel ist, „möglichst unabhängig und eigenständig leben und arbeiten zu können". Das macht Kreßner seitdem in zahlreichen beruflichen und ehrenamtlichen Projekten unter anderem als Film-2.0-Pionier mit Filmtrip.de und Produzent des Films „Mitfahrgelegenheit", als Vorsitzender des Vereins „Bewegende Bilder", als Gründer und Grafiker bei IMG Medien und als Organisator internationaler Jugendtreffen beispielsweise zum Thema Medien. Diese „zahlreichen bisherigen Aktivitäten rund um das Web 2.0" will der Stiftungsrat mit dem Stipendium würdigen.

Auch in der anstehenden Master-Arbeit bleibt Kreßner seinem  Arbeitsgebiet treu: „Ich werde das Thema Crowd Founding näher betrachten", erklärt er.
Dabei gehe es darum, als Gründer einer „Aktiengesellschaft 2.0" seine Zielgruppe so stark zu begeistern, dass ihre einzelnen Vertreter bereit sind, sich finanziell an der AG zu beteiligen. Als Beispiel nennt Kreßner unter anderem das Projekt „Deinfussballclub.de". Die Mitglieder der Community zahlen eine Gebühr von rund 40 Euro und können direkten Einfluss auf das Management und den Betrieb des Traditionsvereins S.C. Fortuna Köln nehmen.

Wichtige Entscheidungen werden demokratisch per Online-Abstimmung auf der Internetplattform www.deinfussballclub.de getroffen. Ausgleich zum Berufsleben finde er beispielsweise bei der Organisation eines internationalen Mediencamps, das im Sommer 2009 stattfinden und der kulturellen Verständigung im Zeitalter desWeb 2.0 dienen soll - schließlich bringe dieses auch viele Missverständnisse mit sich. Wem der Schaffensdrang des erst 23-jährigen Stipendiaten unheimlich ist - Kreßner ist auch normaler Student: Er wohnt in einer WG, mit der er auch „gerne mal feiern geht". ems


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HORIZONT 05/2012 vom 02.02.2012
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