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25. Januar 2012

Masterstudie 2012: Deutsche Studenten geben sich mit einem Bachelor nicht zufrieder

Deutsche Studenten wollen mehrheitlich nicht nach drei Jahren und mit durchschnittlich 25 Jahren in den Beruf einsteigen. Stattdessen streben fast drei Viertel (73 Prozent) von ihnen einen zusätzlichen akademischen Abschluss an. Weitere 24 Prozent erwägen ein weiteres Studium, haben sich aber noch nicht fest gelegt. Das ist das Ergebnis der Masterstudie 2012, für die 1400 studentische Leser des Zeit-Verlags online zu ihrem Studium, ihren Weiterbildungsplänen und ihren Vorbereitungen auf den Berufseinstieg befragt wurden.

Dabei können sich 40 Prozent vorstellen, einen Master anzustreben, der sich an den Bachelor anschließt und auf dem Erststudium aufbaut, weitere 14 Prozent ein nicht-konsekutives Master-Studium und 32 Prozent wollen eventuell einen Doktortitel ins Visier nehmen.

Von einem Master versprechen sich 43 Prozent verbesserte Berufs- und Einstiegschance. Für weitere 41 Prozent ist die Verzögerung des Berufseintritts Anlass, ein Masterstudium aufzunehmen.

Die Debatte um die Dauer der Bachelor-Studiengänge, die mehrheitlich noch auf sechs Semester angelegt sind, schwelt auch unter den Studenten noch: Zwar sprechen sich 22 Prozent klar gegen eine Verlängerung auf vier Jahre aus. Aber immerhin ein Drittel hielte sie für richtig und 46 Prozent sind unentschieden.

Die Defizite in Sachen Praxisbezug, die seit der Studienreform immer wieder kritisiert werden, sind offenbar noch nicht überall behoben: Immerhin 17 Prozent der Befragten geben an, ihr Studium hätte einen geringen Praxisbezug. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass sich noch immer 40 Prozent nicht ausrechend auf eine berufliche Tätigkeit durch ein Bachelor-Studium vorbereitet fühlen – auch wenn es bei einer ersten Masterstudie im Jahr 2009 54 Prozent waren. Allerdings sind die Studenten trotz einiger Kritikpunkte mit großer Mehrheit mit ihrem Studium zufrieden (54 Prozent) oder sehr zufrieden (21 Prozent). ems


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