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19. April 2012

Studenten sehen Karrierechancen so gut wie nie zuvor

  Die deutschen Studenten schätzen ihre Karrierechancen als besonders gut ein: Mehr als drei Viertel sehen ihre berufliche Zukunft zuversichtlich oder sogar sehr zuversichtlich. Dies gilt allen voran für die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure. Auch im internationalen Vergleich schätzen mit 57 Prozent so viele der Hochschulabsolventinnen und -absolventen ihre Wettbewerbsfähigkeit positiv ein wie nie zuvor. Das ist das Ergebnis der 9. Continental Studentenumfrage für die das Institut für angewandte Sozialforschung Infas im Auftrag des Automobilzulieferers Continental 1.025 angehende Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure nach ihren Ansichten zu Karriere, Arbeitswelt und Hochschulthemen befragt hat

Verbunden sind diese Trends offenbar mit der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, die die Befragten mehrheitlich (76 Prozent) optimistisch sehen. Ein Drittel der Befragten erwartet in diesem Jahr zudem eine Verbesserung der wirtschaftliche Lage in Deutschland. 55 Prozent glauben an eine unveränderte Entwicklung.

Dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung an einen zukünftigen Arbeitgeber: Die Studenten bevorzugen Unternehmen, die ihnen gute Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten und gleichzeitig Optionen für berufliche Auszeiten für Familie und Weiterbildung bieten.

Entscheidende Kriterien attraktiver Jobangebote sind neben interessanten Aufgaben (57 Prozent) und vertraglichen Regelungen wie unbefristete Anstellung (41 Prozent) und geregelte Arbeitszeiten (30 Prozent) zunehmend die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf (91 Prozent). Partnerschaft und Familie (62 Prozent) haben für Studierende einen höheren Stellenwert als Studium und Qualifikation (55 Prozent) sowie Beruf und Karriere (30 Prozent). Im Kontext der Priorisierung von Partnerschaft und Familie ist auch die geringe Flexibilität im Bezug auf Arbeiten im Ausland zu sehen: 2012 legt nur jeder Zwanzigste bei der Jobsuche Wert auf einen Arbeitsort im Ausland. Die Schweiz (58 Prozent) und die USA (51 Prozent) haben noch die größte Attraktivität für die Studierenden. Allein die USA haben in dieser Umfrage minimal an Attraktivität gewonnen: 2011: 48 Prozent, 2012: 51 Prozent. Während Russland (11 Prozent) und Osteuropa (14 Prozent) selten im Fokus stehen.

Allerdings haben die Studentinnen und Studenten erkannt, dass Praxiserfahrung unerlässlich ist: Nachdem bis 2007 die Zahl der absolvierten Praktika abgesunken war, sind es 2012 wieder knapp zwei Drittel, die angeben, ein Inlandspraktikum gemacht zu haben, dabei sind immerhin 41 Prozent freiwillige Praktika. Auslandspraktika (14 Prozent) und -semester (13 Prozent) legen im Zeitverlauf wieder an Beliebtheit zu. Wie in der Wirtschaft gewinnen internationale Kompetenzen auch im universitären Umfeld immer mehr an Bedeutung (2007: 28 Prozent, 2012: 34), besonders die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften liegen hier weit vorne (50 Prozent).


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