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24. Juli 2012

Telekom sucht „Flexikanten“

Habe ich überhaupt Zeit für ein Praktikum? Müssen sich seit der Bologna-Reform deutsche Studenten fragen, wenn sie über die Möglichkeit, praktische Erfahrung zu sammeln nachdenken. Die vorlesungsfreie Zeit ist kürzer als vor der Studienreform, genau wie die Studiendauer insgesamt. Lange Stippvisiten bei potenziellen späteren Arbeitgebern sind damit deutlich schwerer zu realisieren als zuvor. Die Deutsche Telekom hat sich deshalb das sogenannte Flexikum ausgedacht, das sie derzeit mit Unterstützung der Nürnberger Agentur Die Krieger des Lichts mit Online-Bannern und Anzeigen sowie Below-the-Line-Maßnahmen für Messen und die Telekom-Shops bewirbt.

Zehn Motive mit Sprüchen wie „Du sollst Deinen Eltern nicht auf der Tasche liegen“ und „Du sollst mal wieder mit Deinen Freunden rumhängen“ thematisieren dabei gleichzeitig die Zwickmühle, in der die potenziellen Praktikanten stecken und das darauf zugeschnittene Angebot der Telekom. Denn das Felxikum soll den Praktikanten beziehungsweise Flexikanten die Möglichkeit bieten, Studium und Privatleben unter einen Hut zu bringen und zugleich Geld zu verdienen und Praxiserfahrung zu sammeln. Dazu vereinbaren die Mitarbeiter auf Zeit mit ihrem Telekom-Team ein Stundenkontingent für die gesamte Praktikumsdauer. Wann der Praktikant/Flexikant seine Stunden absolviert, sprechen beide Seiten nach ihren individuellen Bedürfnissen ab.

„Wie Unternehmen wirklich ticken, worauf es bei der täglichen Arbeit ankommt, das lernen die Studierenden am besten bei einem mehrmonatigen Praktikum“, begründet Marc-Stefan Brodbeck, Leiter des Recruiting & Talent Service der Telekom, das flexible Angebot, das sich an Studenten, IT-Professionals, Young Professionals und besonders Frauen richtet. Vorerst gilt die Regelung nur für freiwillige Praktika. Der Ausflug in die Praxis kann bei der Telekom bis zu einem Jahr dauern und wird monatlich konstant vergütet. ems


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