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Young Business

16. Februar 2012

V-Mag tut vielen etwas Gutes

Aus der Suche nach einer Möglichkeit, seine Firma zu promoten hat Ralf Vogl, Chef der gleichnamigen Druckerei, gemeinsam mit der Münchner Agentur Weidemeyer Keller Branding eine Plattform geschaffen, von der viele etwas haben: Das „V-Mag“.

Kerstin Weidemeyer und Markus Keller, die sich das Magazin für Vogl ausgedacht haben, bezeichnen das „V-Mag“ als „Bestandsaufnahme der deutschen Kreativität“. Eigentlich handelt es sich um die Zukunft der deutschen Kreativität. Denn Weidemeyer und Keller haben bundesweit Studenten der Disziplinen Design, Architektur, Mode, Fotografie und Kunst aufgefordert, Arbeiten einzuschicken, mit denen sie sich in einem neuen Magazin Entscheidern in Agenturen und Marketing präsentieren wollen. Aus den rund 100 Beiträgen, die beim ersten Aufruf zusammengekommen sind, stellen die beiden Kreativen nun eine Auswahl von 70 Arbeiten in der ersten Ausgabe des „V-Mag“ vor.

Dabei geht das „V-Mag“ einen Schritt über die bloße Abbildung der Kreationen hinaus und gibt den Studenten auch die Möglichkeit, etwas über sich selbst zu erzählen. Die nehmen das Angebot unterschiedlich an. Die Selbstdarstellung reicht von kryptischen Antworten wie „Kripton“ auf die Frage nach der Inspirationsquelle bis hin zu kurzen aber handfesten Projektbeschreibungen von Arbeiten, die nur schwer per Bild darzustellen sind. Egal wie kurz, umfangreich oder kryptisch die Informationen sind, sie bieten den Entscheidern die Chance, ein Gefühl für die Person hinter den Abbildungen zu bekommen.

Mit der bisherigen Resonanz auf das erste „V Mag“ zeigt sich Keller zufrieden: „Das Ziel, etwas zu schaffen, dass Naturpapier richtig in Szene setzt und nicht nach dem ersten Durchblättern im Papierkorb landet, haben wir erreicht.“ Von dem Feedback der Profis, an die die ersten 5000 Exemplare geschickt wurden, weiß er, dass das „V-Mag“ auf dem Schreibtisch liegen bleibt und mehrfach durchgeblättert wird.

Grund dafür ist der Inhalt: Die jeweils auf einer Doppelseite dargestellten Nachwuchsarbeiten zeigen ein vielfältiges Talentportfolio – und das steht im Mittelpunkt. Dass der ursprüngliche Zweck nicht unter den Tisch fällt, liegt an der unaufdringliche Art, mit der Druckerei-Chef Vogl etwas für die Fingerspitzen bietet und sein Naturpapier-Portfolio präsentiert: Wer die Verschiedenheit des Papiers wahrnehmen will, muss blättern und die Unterschiede haptisch erfahren. Auch das kommt an.

Profit bringt das „V-Mag“ auch den Studenten. Denn es hat schon mit seiner ersten Ausgabe als Recruiting-Tool funktioniert: Die ersten Job-Angebote für einzelne der Nachwuchskreativen gibt es bereits. „Das wird sich hoffentlich so fortsetzen, wenn wir die 2. Auflage mit dem Thema ‚Alles in Grün’ im kommenden Wintersemester herausbringen“, sagt Keller. In Zukunft soll sich das „V-Mag“ nämlich als Plattform als Kontaktbörse und Talentshow etablieren – und natürlich Vogl als Spezialist in Sachen Naturpapierdruck positionieren. Das dürfte klappen, denn kreativen Nachwuchs gibt es in noch genug und auch Dienstleister, die nach ihm suchen. Und das Thema Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsability, die das Magazin transportiert, sind bei allen beteiligten Zielgruppen derzeit sehr angesagt. Die Zeichen stehen also jetzt schon auf „grün“. ems


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