Auf die Werbeplätze, fertig, los!

Wer denkt, dass sich in Mediaagenturen nur Numbercruncher tummeln, denkt falsch. Zwar kümmern sich die Dienstleister vor allem um den Verkauf von Werbeplätzen und die Platzierung von Werbemitteln. In ihren Reihen arbeiten aber immer häufiger auch Kreative.

Alles virtuell – oder doch nicht? Geht es in der Kommunikationsbranche nur noch um Zahlen? Angesichts der Diskussion um Big Data scheint es so. Stimmt aber nicht. Das zeigen überraschenderweise gerade die Unternehmen, die besonders viel mit Zahlen und Daten zu tun haben: die Mediaagenturen. Natürlich ist es ihr Kerngeschäft, zu rechnen, zu forschen und zu analysieren, um für ihre Auftraggeber die bestmöglichen Mediapläne zu entwickeln und Werbeplätze einzukaufen.

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Zeit ist Geld, Fläche auch – Mediaagenturen als Meister der Channels

Zentral bleibt da die Identifikation mit den jeweiligen Projekten. Mit jedem neuen Kunden erweitert sich das Verständnis für unterschiedliche Zielgruppen. Für Vizeum-Chefin Katja Anette Brandt sind „Mediaagenturen prädestiniert, durch Innovationen Verbindungen zwischen Marke und Mensch maßgeblich und vor allem zukunftsfähig zu entwickeln. Der Aufwand, der dabei zuweilen betrieben werden muss, darf nicht unterschätzt werden. Geht es um global aufgestellte Kunden und Marken, werden teilweise beträchtliche Etats erreicht. Bereits bei der Ausschreibung und Kundengewinnung geht es schließlich darum, ganzheitliche Konzepte zu entwickeln. So ist es in Agenturen inzwischen allgemein Usus, dass bei großen Pitches nicht nur das Team, das den Kunden schon betreut oder bei Erfolg betreuen soll, sondern parallel auch ein sogenanntes Shadow-Team das Briefing des Werbekunden abarbeitet. Mit den Strategien, die diese Schattenmannschaften entwickeln, wollen Mediaagenturen eingefahrene Wege umgehen und bei ihren Auftraggebern nicht aufs Abstellgleis kommen.

 

Planer mit Zeitgeist gesucht!

Für die klassischen Arbeitsgebiete von Mediaagenturen existieren kaum Studienangebote und wenn überhaupt, dann als Spezialisierung in einem Nebenfach. Und in der Ausbildung von Kreativen spielen Themen wie Big Data kaum eine Rolle. So ist die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Bereichen der springende Punkt. Daher stocken zahlreiche Dienstleister die Zahl kreativer Mitarbeiter kräftig auf. Bei der Hamburger Mediaagentur Pilot sind beispielsweise im Bereich Kreation inzwischen genau wie bei klassischen Kommunikationsagenturen Berater aller Hierarchiestufen vom Junior bis zum Client Service Director, Kreative für die Arbeitsgebiete Art und Text sowie Digitales und Produktioner unter Vertrag. „Die Berufsprofile sind die gleichen wie in einer Werbeagentur – nur lernen Kreative bei Pilot auch viel über Medienkanäle und Mediennutzung“, sagt der zuständige Geschäftsführer Markus Weiß.

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Daher gilt es auch in größeren Agenturnetzwerken, neue Wege zu schaffen und auch über mehrere Standorte hinaus einen steten Informationsfluss zu schaffen. Beispiel MEC: Das Medianetzwerk betreibt unter dem Label MEC Access eine Kreativabteilung, die sich auf

die Arbeitsgebiete Sponsoring, Public Relations und Corporate Social Responsability, Live-Kommunikation und Verkaufsförderung konzentriert und die dafür notwendigen Kommunikationsspezialisten beschäftigt. Frank Lenßen, Managing Partner bei MEC Access, meint, wichtige Basis für den internen Austausch seien „Zahlen, Daten und Fakten, die uns die Mediaagentur zugänglich macht, als Basis der Kreation und damit der Entwicklung des gesamten Kommunikationsprozesses“, beschreibt Lenßen. Diese Herangehensweise garantiere den Auftraggebern, „zu wissen, dass es funktioniert“, so Lenßen weiter. Umso wichtiger, den jeweiligen Kunden zu jeder Zeit einen genauen Überblick bieten zu können.

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